Wer und was sind wir?

Wir sind eine Gruppe von Funkamateuren, die sowohl eigene Fähigkeiten aufzubauen als auch im Gebiet Rheinland-Wuppertal-Ruhrgebiet Schnittstellen zu Behörden und andern Hilfsorganisationen unterhalten, um bei Ausfall herkömmlicher Kommunikationswege unseren Beitrag zur Bewältigung der Situation leisten zu können.

Was ist Notfunk?

Wir sind es gewohnt, immer und überall zu kommunizieren. Das Smartphone ist für viele der wichtigste Gebrauchsgegenstand geworden, weil es auf alles eine Antwort weiß, und speziell bei Jugendlichen piepst und funkt es eigentlich immer - zumindest so lange, bis Akku, Datenvolumen oder Guthaben wieder mal leer sind.

Aber es gibt eben auch Situationen, in denen es nicht damit getan ist, einen neuen Aufladecode freizurubbeln. Wenn das Netz ausgefallen oder überlastet ist, kann man mit dem Gerät auf einmal nur noch so weit kommunizieren wie man es schmeißen kann. Bei Stromausfall ist auch das Festnetz nicht mehr so fest, wie der Name suggeriert. Selbst wenn man den eigenen Geräten noch irgendwie Strom zuführt, ist am Verteilerkasten auf der Straße, der keinen Strom mehr hat, Schluss. Dann bleiben nur noch Rauchzeichen - und eben Funkgeräte.

Und darum steht es auch in § 2 des Amateurfunkgesetzes drin: "Amateurfunkdienst ist ein Funkdienst, der von Funkamateuren untereinander, zu experimentellen und technisch-wissenschaftlichen Studien, zur eigenen Weiterbildung, zur Völkerverständigung und zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen wird."

Was macht man beim Notfunk?

Uns stehen mit unserem Wissen und unserer Ausrüstung eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, um auch ohne Infrastruktur Kommunikation aufrecht zu erhalten. Wir können lokal, regional oder auch weltweit miteinander sprechen, aber auch beispielsweise Texte und Bilder übertragen oder sogar E-Mails verschicken. Hierfür nutzen wir eigene, vom Stromnetz und Internet unabhängige Infrastruktur oder kommunizieren einfach direkt von Gerät zu Gerät, ohne dass dazwischen irgendetwas an Infrastruktur funktionieren muss.

Wozu braucht man ein Notfunk-Team?

Frage zurück: Können Sie eine komplizierte Mathe- oder Juraklausur, die Ihnen vorgesetzt wird, allein mit Improvisationsfähigkeit in der vorgegebenen Zeit lösen? Nein. Sie erhoffen sich natürlich 100 Punkte, aber Ihr Ergebnis wird hinter Ihrer Schuhgröße zurückbleiben. Man muss sich vorher mit den Dingen beschäftigen und sie üben, damit dann, wenn es darauf ankommt, jeder Handgriff sitzt.

Kommunikation kann man nicht mit sich selbst üben. Man kann auch als Einzelner gar nicht mehr alle Facetten des vielschichtigen Themas Funktechnik überblicken. In einem Team kennt sich der eine vielleicht super damit aus, wie man einen handelsüblichen WLAN-Router so "umerzieht", dass er die neueste digitale Amateurfunk-Betriebsart spricht. Dafür ist der nächste auch Mitglied in einer Hilfsorganisation und weiß über deren Abläufe bestens Bescheid.

Denn in einem Ernstfall gleich welcher Art hat immer ausschließlich die jeweilige offizielle Einsatzleitung die "rote Mütze" auf. Wer immer irgendeinen Beitrag zur Bewältigung der Situation leisten möchte, muss sich in die offiziellen Strukturen integrieren. Es ist niemandem damit gedient, wenn an einer Einsatzstelle plötzlich irgendwelche "Helfer" ohne Konzept aufkreuzen, die behaupten, sie könnten ganz toll funken und das könnte man doch bestimmt irgendwie gebrauchen.

Unser Einzugsgebiet

Als Bestandteil der Notfunk-Gruppe des Distriktes Nordrhein im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. sind wir nicht nur innerhalb der Wuppertaler Stadtgrenzen aktiv, sondern stehen im gesamten Distrikt Nordrhein zur Verfügung. Hierzu gehören neben Wuppertal und den angrenzenden Städten Remscheid, Solingen, Haan, Wülfrath und Velbert auch alle weiteren Ortsverbände des Distriktes. Eine Auflistung ist unter http://www.darc.de/der-club/distrikte/r/ortsverbaende/ zu finden.