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AREDN = Amateur Radio Emergency Data Network

Viele kennen das Freifunk-Netz, bei dem man einen WLAN-Router durch Aufspielen einer alternativen Firmware so "umerzieht", dass er eben ein Zugangspunkt zum Freifunk-Netz wird und jedem in Funkreichweite einen kostenlosen Zugang zum Internet gewährt. Dabei reicht es, wenn einige wenige Router in dem Freifunk-Netz einen Zugang zum Internet haben. Von den anderen Routern werden die Anfragen wie in einer Eimerkette weitergereicht.

Der Amateurfunkdienst hat Frequenzzuteilungen, die sich teilweise mit den Allgemeinzuteilungen für WLAN überlappen. Das bedeutet, dass man Hardware, die eigentlich für normale WLANs gedacht ist, per Software so umkonfigurieren kann, dass sie außerhalb der normalen WLAN-Frequenzen im Amateurfunkbereich funkt.

Für Funkamateure sind wesentlich größere Sendeleistungen erlaubt als für normale WLANs. Ein normales WLAN darf 100 Milliwatt EIRP, Funkamateure dürfen 75 Watt Senderausgangsleistung, konzentrieren wir das nochmal mit einem 30 dBi Spiegel ordentlich auf - und wir haben statt 100 Milliwatt auf einmal 75 Kilowatt EIRP! Schickt man ein Signal dieser Stärke zum Mond, reflektiert der Mond davon genug zur Erde, dass man es lesen kann.

Nutzanwendung für Notfunk

Eine große Herausforderung für die Übermittlung von Nachrichten im Notfall ist, die Nachrichten unverfälscht weiterzuleiten. Wir alle kennen den "Stille-Post-Effekt". Um diesen Effekt auszuschließen, sollten Informationen, die schon digital vorhanden sind (etwa Texte oder Bilder), eben nicht  in ein Mikrofon gesprochen, aus einem Lautsprecher gehört und dann wieder aufgeschrieben werden. AREDN ermöglicht eine volldigitale Übertragung ohne "Medienbruch".