Notruf-Meldepunkte werden bei Ausfall der herkömmlichen Kommunikation eingerichtet. Sie sind dafür gedacht, dass Menschen, die Hilfe benötigen, Notrufe abgeben können. Die Funkamateure, die die Meldepunkte besetzen, kümmern sich darum, die aufgenommenen Notrufe an die zuständigen Hilfsorganisationen (etwa Polizei, Feuerwehr oder THW) weiterzugeben. Dies entlastet die Hilfsorganisationen, denn wenn an dem Meldepunkt ein Funkamateur sitzt, muss man für diese Aufgabe keinen Helfer von seiner eigentlichen Aufgabe abziehen.

In einer Notsituation folgen hilfesuchende Menschen ihrer Intuition. Meldepunkte werden daher bevorzugt dort eingerichtet, wo Menschen in Not typischerweise Hilfe suchen oder erwarten, etwa in der Nähe von:

  • Feuer-, Rettungs- und Polizeiwachen
  • Krankenhäusern und Ärztezentren
  • Niederlassungen der Hilfsorganisationen
  • Kirchen, Bürger- und Rathäusern
  • Bahnhöfen.

Die BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) richten sich darauf ein, auch auf solchen neuen Wegen Notrufe zu erhalten. So ist beispielsweise die voll notstromfähige Relaisstation DB0UKD auf dem Universitätsklinikum in Düsseldorf als Notfunk-Leuchtturm vorgesehen. Das heißt, bei einer großen Schadenslage steht vor dem Klinikum der Einsatzleitwagen der Feuerwehr und kann Meldungen entgegennehmen, die über die Relaisstation hereingekommen sind. Man kann also schon eine große Hilfe sein, wenn man ein Handfunkgerät mit einer Handvoll Watt Sendeleistung hat und damit Meldungen weitergeben kann.